Hausmodell aus Fotokarton

Tools für die Hausplanung:
#2 Modellbau

Die Planung eines Hauses gehört immer in professionelle Hände. Dennoch wird wohl kaum ein Bauherr die Finger davon lassen können, sich selbst ein wenig daran zu versuchen.  Und sei es nur, um sich darüber klar zu werden, was man eigentlich will und wo die Schwierigkeiten der Rahmenbedingungen wie Grundstück und Bebauungsplan liegen. Spätestens bei der Planung der Einrichtung stellt sich dann jeder die Frage: Mit was kann ich das am besten planen? In der folgenden Serie möchte ich euch daher ein paar selbst erprobte Tools vorstellen.

Dreidimensionale Objekte haben einen riesigen Vorteil: Fehlt einem als Laien das dreidimensionale Vorstellungvermögen, bekommt man damit ein gutes Gefühl für Laufwege und Licht-/Blickachsen. Stellt man das gebaute Modell richtig ausgerichtet in die Sonne, kann man direkt beobachten, wie die Sonne auf und in das zukünftige Haus fallen wird. So lässt sich sofort erkennen, welcher Teil des Hauses für welche Räume und Möbel geeignet ist und  wo evtl. noch Verbesserungspotenzial steckt. Nimmt man sich etwas Zeit für die Planung, kann man den Sonnenverlauf sogar über mehrere Monate beobachten.

Achtung: Ist die Bebauung um das geplante Gebäude sehr dicht, sollte man die Beleuchtung des Testmodells entsprechend simulieren. Die tiefstehende Sonne im Winter kann nämlich mehr Schatten spenden, als man glaubt.

Die guten alten Lego-Steine
Wenn Mama plötzlich mit Sohnemann im Kinderzimmer sitzt und Lego „spielt“, dann herrscht verkehrte Welt. Möchte man nämlich ein Hausmodell aus Lego-Steinen bauen, benötigt man eine ganz Menge davon und wird jeden einzelnen Stein hart verteidigen müssen. Neben einer Menge Steine (!) ist jedoch auch eine große Grundplatte empfehlenswert. Auch sollte man sich vorab Gedanken machen, in welchem Maßstab man bauen möchte. Bei einem begrenzten Baufenster können 50 cm hin oder her nämlich schon sehr viel ausmachen. Pro Nippel kann man zum Beispiel mit 20 cm rechnen (ein 6er-Stein hat damit 40 x 60 cm), je nachdem wie groß das zukünftige Haus und die vorliegende Grundplatte ist.

Pappe & Karton
Wie detailliert man ein Modell baut, hat man jedoch selbst in der Hand. Geht es zunächst um die grobe Hausform, kann ein ganz einfaches Modell aus Wellpappe ausreichend sein. Fenster können auch aufgemalt und wieder wegradiert werden.
Aber auch mit Fotokarton, Finnpappe oder Passpartoukarton kann man mit etwas Übung recht schnell einfache, aber auch komplexere Modelle basteln. Einfach den Grundriss aufmalen, die Außenwände darum anordnen, ausschneiden und wie eine Schachtel zusammenkleben.
Benötigt wird hierzu nur ein scharfer Cutter, eine Schneideunterlage, Lineal/Geodreieick, Karton und Kleber.

Holz
Für eine erstes schnelles Grobkonzept ist ein Holzmodell sicher nicht geeignet. Um ein bereits druchgeplantes Haus mit all seinen Detail zu verstehen (z.B. die Richtung der Treppe) kann ein etwas robusteres Modell, das vielleicht sogar auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt werden kann, sehr hilfreich sein. Allerdings braucht man dafür doch etwas handwerkliches Geschick. Ich persönlich zog dann doch lieber eine passende Software vor.. Doch dazu komme ich bei meinem nächsten Artikel in dieser Serie.

Hier gehts zu Teil #1 Stift & Papier.

Ulli

Grafik-Design, Fotografie und Illustration sind meine Leidenschaft, zum Glück nicht nur privat. Aber auch die Architektur alter und moderner Wohnhäuser sowie vielfältige Themen rund ums Wohnen faszinieren mich von Kindesbeinen an. Meine Gedanken, Fundstücke, Ideen und Bilder dazu möchte ich gerne mit euch teilen.

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