Hausplanung mit Papier und Stift

Tools für die Hausplanung:
#1 Stift & Papier

Die Planung eines Hauses gehört immer in professionelle Hände. Dennoch wird wohl kaum ein Bauherr die Finger davon lassen können, sich selbst ein wenig daran zu versuchen.  Und sei es nur, um sich darüber klar zu werden, was man eigentlich will und wo die Schwierigkeiten der Rahmenbedingungen wie Grundstück und Bebauungsplan liegen. Spätestens bei der Planung der Einrichtung stellt sich dann jeder die Frage: Mit was kann ich das am besten planen? In der folgenden Serie möchte ich euch daher ein paar selbst erprobte Tools vorstellen.

Es mag in der heutigen Zeit ja fast rückständig wirken, ist es aber nicht: Stift und Papier. Auch wenn die Technik von heute verlockend einfach wirkt, kann das älteste Planungstool der Welt immernoch das Beste sein. Am Anfang jeder Planung  auch beruflich steht bei mir eine einfache Zeichnung. Sehr schnell kann man erste Ideen testen, verwerfen & festhalten, ohne sich mit vielen Details oder genauen Maßen aufzuhalten.

Skizzenbücher
Seit Jahren kaufe ich die Skizzenbücher aus der gleichen Serie und hebe sie alle auf. Selbst vermeintlich misslungen Zeichnungen können sich noch nach Jahren als wertvoll erweisen, vor allem wenn damit eine gute Idee festgehalten wurde. Den Inhalt der Bücher zeigt man am besten niemandem, so entwickelt man auch keine Angst vor dem leeren weißen Blatt Papier.
Auch für die Hausplanung kann ein eigenes Buch sehr hilfreich sein. Ideen, die man zu Beginn hatte, wieder verwerfen musste, aber später vielleicht doch wieder einsetzen kann, sind hier bestens archiviert. Und eine tolle Erinnerung ist es auch.

Millimeter- und Butterbrotpapier
Für Zeichenanfänger und detailliertere Planungen empfiehlt sich Butterbrotpapier und ein Lineal. Das schöne daran: Hilfsmittel wie Millimeterpapier oder Vorlagen (Grundriss, Baufenster, Symbole für Einrichtungsgegenstände) kann man einfach darunterlegen und abpausen. Auch verschiedene Varianten kann man so durch Übereinanderlegen mehrerer Blätter erstellen. Simpel aber gut.
Tipp: Symbole für Möbel usw. kann man aus fremden Grundrissplänen abpausen, beachte jedoch den richtigen Maßstab! Ich persönlich bin sehr dankbar über das Buch „Manuskript: Essentials für den Alltag von Innenarchitekten und Designern“ von Axel Müller-Schöll. Hier sind nicht nur die wichtigsten Symbole im Maßstab 1:100 abgebildet, sondern auch viele weitere praktische Tipps zu Küchenplanung, Treppen usw.

3D und Farbe
Wer ein gutes Händchen für Proportionen und Perspektive hat, kann mit Bleistift erste Ideen zeichnen und ggf. auch mit Aquarell oder Markern (z. B. von Copic) colorieren. Vor allem, wenn es um die Gestaltung von Wänden, Böden und Möbeln geht, kann man tolle Ideen entwickeln, ohne sich zu sehr auf Technik konzentrieren zu müssen. Dafür braucht man jedoch ein wenig Übung.

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